Wachstumsphasen

Methoden

Hygiene & Kosten

Galerie

Kontakt

Presse

Links

Home
ADAM

Zwischen Rasiermesser, Laser und Thermolyse

Glatte Scham

Nach Intimrasuren wirkt der Schwanz größer, der Arsch einladender. Immer mehr Männer setzen daher auf dauerhafte Haarentfernung. Das Schönheitsideal der haarfreien Haut: Welche Methoden sind sinnvoll? Ein Studiobesuch bei „Hairgone“ in München.

Nach einem heißen Schaumbad haben sich schon die meisten von uns ihr Schamhaar rasiert. Pornofilme, in denen sich nicht nur die Engelsbuben von BelAmi, sondern auch die Falcon-Hengste delphinglatt präsentieren, mögen eine Anregung sein. Oder auch der Wunsch des Partners, beim Lecken und Blasen nicht ständig Haare zwischen die Zähne zu kriegen. Es wird experimentiert. Da werden Spiegel abgehängt, um sich akrobatisch davor zu legen und mit dem Rasierer in jede Ritze zu kommen. Da greifen harte Burschen zum Enthaarungswachs.
Elektrorasierer sind für den Intimbereich völlig ungeeignet. Auch sogenannte „Epiladys“ sind wie die zahlosen Enthaarungscremes nur für den Flaum von Damenbeinen und Damenbärtchen bestimmt. Die Haare werden durch die Cremes verbrannt, nicht geschnitten. Und sie wachsen in den meisten Fällen nach. Viele Männer, die durch Intimrasuren neue An- und Einsichten um ihre Nacktheit und Geilheit gewonnen haben, drängt es jedoch nach einer dauerhaften Haarentfernung. Kein Rasieren, Zupfen oder Waxing mehr: also Epilation.
Diese gründlichste Form der Enthaarung ist auch bei schwulen Männern verbreiteter als man denkt. Lothar Schuster, der 1991 in München das Männer-Dessous-Label „TENDENZE“ gründete und einen Feldzug gegen Liebestäter startete, hat die Trends erkannt. Er eröffnete ein Epilationsstudio speziell für dauerhafte Enthaarung im Intimbereich als Schwerpunkt.

Die ständigen Intimrasuren leid

Vom Underwear-Revolutionär zum Enthaarungs-Guru? Der 44-jährige Betreiber von „Hairgone“; „Da wir den Leuten so nahe an die Wäsche gehen, bewegen wir uns sowieso in einem intimen Bereich, wo andere die Finger davon lassen. Jetzt schaue ich halt den Leuten mit sooo einer Lupe noch drauf. „Ein Vertrauensverhältnis sei ungemein wichtig. Das ist er aus dem Underwear-Geschäft gewohnt: „Wir haben prominente Kunden, die zu uns kommen und Höschen kaufen, wo der Schwanz raushängt. Das kann ich keinem weitererzählen. Vertrauen und Diskretion sind Grundvoraussetzung“

Hairgone
Epilationsstudio
Lothar Schuster
Wolfratshauserstr. 131e
81479 München
Tel. 089 - 79 29 19
Fax: 089 – 79 29 39
www.Hairgone.de

Lothar Schuster hat durch seinen Beruf als Underwear-Designer erkannt: „Am Arsch hat heute selten noch einer Haare. Gerade in der Lederszene sind fast alle rasiert. Es gibt sehr aufgeschlossene Bi-Männer und Heteros. Es kommen viele Kerle, die intim-gepierct sind und sich dort nicht mehr rasieren können. Epilation im Intimbereich heißt ja noch nicht, dass man völlig haarlos ist.“ Jeder könne selbst bestimmen, wie viele Haare er wo entfernt haben will.
Das Münchener Studio „Hairgone“ arbeitet nach der Blendmethode, die Thermolyse und Elektrolyse vereint und weltweit als die einzig anerkannte Behandlung für dauerhafte Enthaarung gilt. Lothar Schuster hat dieses Verfahren bei Kursen in den USA erlernt. Bei der Blendmethode wird jedes einzelne Haar verödet und kann somit nicht mehr nachwachsen. Garantierte Erfolgsquote: 95 Prozent.
Lasermethoden, ebenfalls auf dem Markt starkt angepriesen, sind dagegen weniger erfolgreich. Die Quote liegt hier nur bei 25 Prozent. Und das auch nur bei heller Haut und schwarzen Haaren. Haben Haut und Haar dieselbe Tönung, sinkt die Quote bis zu 5 Prozent. Rote, blonde und weisse Haare kann ein Laser nicht dauerhaft entfernen. Laser schädigen die Haarwurzel nur, sie kann sich regenerieren. Ein Haar am Bein, das dünner ist bleibt länger weg als ein dickes Haar auf der Brust oder im Schambereich. Hier sprießen die dicksten Haare, die der Mensch hat. Das schafft die Lasermethode, die großflächig angewandt wird und rund 1.500 Euro kostet, nicht. Bei Enthaarung durch Laser sind oft auch dauerhaft Hautschädigungen aufgetreten. Hautregionen lassen sich nicht mehr richtig bräunen.

Eier blank oder Dauerflaum

Die Blendmethode ist schonender und wirksamer. Aber auch aufwändiger. Lothar
Schuster: „Für die Epilations-Behandung sollten die Körperhaare in den letzten zwei Monaten nicht entfernt worden sein. Wenn ich die Haare in der Wachstumsphase erwische, dünne ich sie nur aus.“ Grundsätzlich gilt: „Von den entfernten Haaren wachsen nach einer ersten Behandlung zirka ein Drittel nach und müssen nochmals entfernt werden. Unsere Methode geht gezielt nur auf das Haar. Ich habe eine große Lupe, damit ich die Haare sehe, und gehe mit einer mikrofeinen Sonde in den Haarkanal hinein. Mit einem Fußschalter löse ich ein Signal aus. Dann wird die Sonde heiß und verödet die Haarwurzel. Das erfordert ruhige Hände und Gedult.“
Schmerzhaft sei die Methode nicht: „Man spürt die Nadel nicht, nur die Hitze, die der Strom auslöst. Der eine sagt, das ist ein Kribbeln, der andere empfindet es als Wespenstich.“ Was bleibt, ist ein kleiner Punkt, ein kleiner Schorf, der von innen nach außen wächst. Danach ist das haar für immer weg. Eine Woche lang sollte der Kunde dann kein Schwimmbad und keine Sauna besuchen sowie die Sonne meiden. Die kalte Jahreszeit, in der man sowieso bekleidet ist, ist besonders geeignet für die Epilation.
Von Herbst bis Frühjahr drängen sich daher bei „Hairgone“ auch die Kunden. Die Epilation des Intimbereichs nimmt zwischen 8 und 15 Stunden in Anspruch, auf ein Jahr verteilt. Zum Vergleich: Eine komplette Männerbrust erfordert 20 bis 40 Stunden. Kunden, die eine weitere Anreise haben, können Komplett-Termine für das Wochenende vereinbaren. Lothar Schuster: „Da mache ich schon mal 10 bis 15 Stunden Marathonsitzungen, mit Pausen dazwischen. Das erfordert große Konzentration. Daran kann man ermessen, dass der Preis gerechtfertigt ist. „Der Preis liegt bei 55 Euro pro 30 Minuten.
Viele , die zu Hairgone“ kommen, wollen mit Epilation Ihre Schambehaarung nur „ausdünnen“. Es bleibt ein Dauerflaum. Lothar Schuster: „Wir machen, was die Leute wünschen. Der eine sagt, ich möchte nur die Eier blank, der eine möchte einen Stern oder einen Pfeil haben. Er will die Enthaarung vom Nabel abwärts, oder dass keine Wolle mehr aus dem Höschen schaut“
Meist sind die Kunden die kommen, jenseits der 30. Sie haben schon viele Möglichkeiten der Haarentfernung ausprobiert und einen „gewissen Leidensdruck“ entwickelt, viele sind die ständigen Intimrasuren leid. In Hollywood, so erzählt Lothar Schuster, ist die Blendmethode seit Jahrzehnten im Einsatz. Vom Rücken bis zum Schritt. Es gebe keinen Filmstar, der sich unliebsame Haare nicht schon auf diese Weise entfernen ließ. „Die Wirkung ist dauerhaft.“